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Laminat verlegen

Lock Connect 2

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Laminat verlegen ist keine Hexerei:

Die meisten Heimwerker dürften problemlos in der Lage sein, die heimischen Räumlichkeiten mit einem neuen Boden auszustatten, sowohl für den "Gewerblichen" als auch für den "Wohnen" Bereich. Auch hier stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

Die "traditionelle" Verlegeweise mit geleimten Dielen sowie die moderne und einfachere mit einem Klicksystem.

Erstere Methode bringt mit etwas mehr Aufwand beste Resultate: Die Dielen werden an Nut und Feder verleimt und dann mit Hammer und Schlagklotz fest ineinander gedrückt, wobei die nur minimalen Fugen durch den Leim abgedichtet werden. Einziger Nachteil dieser Methode ist neben dem erhöhten Zeitaufwand die Gefahr, dass aus der Fuge quellender Leim Schlieren hinterlässt - Leimspuren also sofort gut abwischen.

Die neuere und schnellere Methode sind Klicksysteme, die bereits von diversen Herstellern angeboten werden. Spezielle Nut-und-Feder-Fräsungen, Aluschienen oder Klammern ermöglichen es, die Dielen ohne Leim einfach zusammenzustecken oder -zuschieben, und das Laminat ist verlegt.

Laminat verlegen

Die Verwendung von Klicksystemen hat Vorteile wie Nachteile: Da kein Leim verwendet wird, ist das Laminat weitaus schneller und einfacher verlegt und dann sofort begehbar. Trocknungspausen, in denen das Laminat nicht betreten werden darf, entfallen komplett. Beschädigte, zerkratzte oder stark abgenutzte Dielen können einfach ersetzt werden, da das Klicklaminat auch wieder auseinandergenommen und erneut zusammengesetzt werden kann. Dies ermöglicht sogar theoretisch, dass ein Laminatboden abgebaut und bei Umzug mitgenommen wird!

Das Fehlen des Leims am Klicksystem kann sich aber leider auch negativ auswirken: Die sonst mit Leim versiegelten Fugen werden zum Angriffspunkt für Wasser und Verschmutzungen, was auch das Wachsen von Nut und Feder nicht vollständig verhindern kann. Das Eindringen von Flüssigkeit kann daher (wie bei Parkett) zu einem Aufquellen der Holzplatten führen, was nicht nur unschön aussieht, sondern das Laminat auch Wellen schlagen lässt. Zudem können die schmalen Fugen bei unebenem Untergrund durch Belastung größer werden, weshalb unbedingt die Verarbeitungshinweise des Herstellers zu beachten sind, wenn das Laminat verlegt wird. Dämmplatten können solche Unebenheiten ausgleichen (siehe auch "Der Unterbau von Laminat").

Haben Sie sich nun für eine der beiden Methoden entschieden und wollen Ihren eigenen Laminatboden verlegen, gilt es, einige Kleinigkeiten zu beachten:

  • Die Verpackung sollte man erst kurz vor der Verarbeitung öffnen, sie aber zuvor etwa 48 Stunden im entsprechenden Raum belassen haben, damit sich die Dielen an das Raumklima anpassen können (besonders im Winter). Als ideale Temperatur gilt hierbei 18°C, beiliegende Herstellerhinweise sind dringend zu beachten!
  • Bedenken Sie die Verlegerichtung: Laminat wird gewöhnlich längs zum Lichteinfall der stärksten Lichtquelle (häufig Fenster) des Raumes verlegt.
  • Nur in rechteckigen oder quadratischen Räumen kann Laminat leimfrei ("schwimmend") verlegt werden. Grundrisse in T-, L- oder U-Form benötigen komplett verleimtes Laminat.
  • Bei schwimmender Verlegung ist eine Raumlänge oder -breite von 10 Metern das Maximum, bevor Dehnungsprofile benötigt werden.
  • In schmalen Fluren sollte das Laminat immer längs verlegt werden.
  • Als Untergrund für Laminat eignet sich Estrich, Gussasphalt, Verlegespanplatten, Keramikbeläge und zum Teil auch Nadelfilzbeläge. Absolut ungeeignet sind langfloorige Teppichböden (siehe auch "Der Unterbau von Laminat"). Trockener Untergrund ist ein muss.
  • Nach dem Auspacken die Laminatdielen bei Tageslicht auf Beschädigungen prüfen, da bereits verlegtes Laminat nicht mehr reklamiert werden kann.